Moosjungfern

Leucorrhinia albifrons (Östliche Moosjungfer)

Leucorrhinia caudalis (Zierliche Moosjungfer)

Leucorrhinia dubia (Kleine Moosjungfer)

Leucorrhinia pectoralis (Große Moosjungfer)

Leucorrhinia rubicunda (Nordische Moosjungfer)



Leucorrhinia albifrons  Östliche Moosjungfer

Herkunft der Fotos:

Niedersachsen

 

 

Anfang Juni 2018 bin ich auf ein Vorkommen der Östlichen Moosjungfer (Leucorrhinia albifrons) in einem benachbarten Landkreis gestoßen (siehe Neues Juni 2018). Bis Ende August besuchte ich dieses Vorkommen in unregelmäßigen Abständen und konnte einiges über diese bisher für mich recht unbekannte Art lernen.

 

Die ersten Exemplare, die ich am 6. Juni fand, waren bereits ausgefärbt, so dass diese Tiere schon im Mai geschlüpft sein müssen. Die letzte Beobachtung stammt vom 16. August. Bei einer weiteren Begehung am 29. August gelang kein Nachweis mehr. Das in der Literatur mit August angegebene Ende der Flugzeit wurde somit erreicht und das anhaltend warme und trockene Wetter führte nicht zu einer verkürzten Flugzeit. 

 

Ab 8:30 Uhr waren die ersten Exemplare der Östlichen Moosjungfer am Gewässer zu finden, ab 9:00 Uhr die ersten Paarungsräder. Obwohl ich bereits bei der Entdeckung am 6. Juni ein erstes Paarungsrad beobachten konnte, fand ich die meisten Paarungsräder erst in der zweiten Juli-Hälfte. Am 17. Juli entdeckte ich innerhalb kurzer Zeit fünf Paarungsräder.

 

Die Männchen sitzen direkt am Wasser auf Binsen oder bis zu 10 m von Ufer entfernt auf Blättern der dort wachsenden Birken (meist in 1 bis 2 m Höhe) oder in der bodennahen Vegetation (meist Calluna vulgaris). Direkt am Boden habe ich nur einmal ein sitzendes Tier gesehen.

 

Dort, wo die Männchen sitzen, findet man auch die Paarungsräder. Während die Paarungsräder im Juni bei Störungen meist direkt nach oben in die benachbarten Baumkronen abflogen, schienen die Tiere der zweiten Julihälfte flugfauler und flogen nur ein paar Meter weiter.

 

Die Weibchen scheinen sich in den Baumkronen aufhalten und nur zur Paarung das Gewässer anzufliegen. Dort werden sie, wenn genug Männchen da sind, sofort ergriffen und bilden das Paarungsrad. Aus vermutlich diesem Grund fand ich zunächst fast keine einzelnen Weibchen. Erst zum Ende der Flugzeit, als die Anzahl der Männchen abgenommen hatte, konnte ich häufiger einzelne Weibchen entdecken.

 

Leucorrhinia albifrons scheint eine richtige "Mimose" zu sein. Wenn sich Wolken vor die Sonne schieben, verschwinden die Tiere sehr schnell. Bei starkem Wind war die Art ebenfalls nicht auffindbar. Mehrfach konnte ich beobachten, dass ansitzende Männchen der Östlichen Moosjungfer von Männchen der viel kleineren Becherjungfer belästigt wurden. Die Moosjungfer-Männchen sind dann mehr oder weniger sofort abgeflogen.

 



Leucorrhinia caudalis              Zierliche Moosjungfer

Herkunft der Fotos:

Niedersachsen

 

Die Zierliche Moosjungfer (Leucorrhinia caudalis) gehört in Deutschland zu den seltensten Libellen. In Niedersachsen, wo ebenfalls nur wenige Vorkommen bekannt sind, gelangen in den letzten Jahren einige neue Nachweise. Ich konnte in diesem Jahr drei Gewässer kennenlernen, an denen die Zierliche Moosjungerfer vorkommt bzw. in einem Fall wohl vorkam (Danke an Barbara und Dirk, Maike und Uwe für's Mitnehmen) und die Art auch erstmalig fotografieren.

 

Die Fotos entstanden am Vormittag an sonnenbeschienenen Gebüschsäumen. Die jungen, noch unausgefärbten Libellen zeigten wenig Scheu und waren ein dankbare Fotomotive. Die reifen Moosjungfern haben es dem Fotografen nicht mehr so einfach gemacht. Die Tiere waren jetzt deutlich scheuer und nur vorsichtige Annäherung machte es möglich, sich den Zierlichen Moosjungfern auf Fotodistanz (180mm Makroobjektiv) zu nähern.



Leucorrhinia dubia                Kleine Moosjungfer

Herkunft der Fotos:

Niedersachsen



Leucorrhinia pectoralis         Große Moosjungfer

Herkunft der Fotos:

Niedersachsen



Leucorrhinia rubicunda   Nordische Moosjungfer

Herkunft der Fotos:

Niedersachsen