Herbst-Lorchel - Experimente am Waldboden (Dezember 2020)

Als ich im November am Rande eines Parkplatzes wenige Exemplare der Herbst-Lorchel (Helvella crispa) entdeckte, war mir noch nicht klar, dass daraus ein kleines Fotoprojekt werden sollte. Der fragil erscheinende Pilz mit dem tief längsgefurchten, teilweise hohlen Stiel entstanden hat dann aber schnell fasziniert. Aufgrund der Nähe zu meinem Wohnort bin ich dann aber immer wieder zu den Herbst-Lorcheln gefahren und so sind dann doch einige Fotos entstanden.

 

Ein wichtiges Utensil beim Fotografieren der Herbst-Lorcheln war ein Polfilter. Das feuchte Buchenlaub, in dem die Lorcheln wuchsen, war stets feucht und spielte das Licht. Mit dem Polfilter konnten diese Reflexe reduziert und die Farben intensiviert werden.

 

Da die Herbst-Lorcheln am Waldboden nicht vom direkten Sonnenlicht erreicht wurden, habe ich mit einem separaten (entfesselnten) Eletronenblitz fotografiert. Auch mit einer kleinen LED-Taschenlampe aus dem Supermarkt habe ich experimentiert. Durch den Lichteinfall schräg von vorn konnten die feinen Strukturen der Herbst-Lorchel herausgearbeitet werden.

 

Nicht nur mit der Beleuchtung, auch mit den Objektiven habe ich experimentiert. Die meisten Aufnahmen entstanden mit einem 100mm und 180mm Makroobjektiv. Daneben kamen ein 16-35mm Weitwinkelzoom sowie mit dem Rokkor 1,7/50mm, dem Telefogar 3.5/90mm, dem Pentacon 4/200mm und dem Jupiter 9 2/85mm auch reichlich "Altglas" zum Einsatz. Auch das Lensbaby Sweet 35mm habe ich bei den Herbst-Lorcheln ausprobiert.