Eichenschrecken - hart im Nehmen (Dezember 2018)

Heuschrecken werden üblicherweise mit Sonne und Sommer in Verbindung gebracht. Es gibt jedoch Arten, die als Imago (geschlechtsreifes Tier) überwintern oder zumindest bis in die Wintermonate hinein überleben können. Zu den Arten, die derart hart im Nehmen sind, gehören die Eichenschrecken, von denen in Deutschland zwei Arten vorkommen: Die weit verbreitete Gemeine Eichenschrecke (Meconema thalassinum) und die sich zunehmend nach Norden ausbreitende Südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale).

 

Ende November und Anfang Dezember habe ich mich auf die Suche nach diesen Überlebenskünstlern gemacht und bin tatsächlich fündig geworden. Von der Gemeinen Eichenschrecke konnte ich ein Weibchen finden, welches an der groben Rinde einer geschützt stehenden Eiche saß.

 

Bemerkenswert sind die Funde der Südlichen Eichenschrecke. Diese Art war in Deutschland lange Zeit nur aus wärmebegünstigten Regionen Süddeutschlands bekannt. Inzwischen hat sie ihr Areal entlang des Rheins weit nach Norden erweitert und konnte punktuell auch weitab von diesem Kernbereich nachgewiesen werden. Ein solches Inselvorkommen gibt es in Winsen/Luhe im Norden Niedersachsens. Hier konnte ich noch am 4. Dezember 2018 ein eierlegendes Weibchen fotografieren.

 

Die Fotos entstanden mit einem 180mm bzw. 105mm Makroobjektiv sowie einer Bridgekamera mit Vorsatzlinse.

 

Vielen Dank an Dietrich für den Hinweis auf das Vorkommen der Südlichen Eichenschrecke.